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Poesie und Chemie der Schizophrenie

Die Entstehung der Schizophrenie hat mit vielerlei miteinander verwobenen psychischen und sozialen Faktoren zu tun, die in ihrer Wirkung auf das soziale Umfeld oft einen unglücksselig verstärkenden Einfluss auf die Symptome der Krankheit haben. Die Schizophrenie wird mystifiziert, die Menschen, die daran leiden werden stigmatisiert und sozial isoliert.

Doch nun scheint sich der dunkle Schleier, der poetisch oft auch als ein Überschreiten der Grenze von Genie und Wahn beschrieben wurde, etwas zu heben und gibt der Wissenschaft einen Blick auf eine spezifische Störung der Nervenzellenkommunikation des Gehirns frei.

Konkret sind es bestimmte Proteine (Eiweiße), welche die Kontaktstellen der Nervenzellen schädigen und auf diese Weise die Kommunikation der Nervenzellen untereinander behindern. Dabei scheint das Protein „Prohibitin“ (lat. prohibere = verhindern) eine ursächliche Rolle bei der Entstehung der Erkrankung an der Schizophrenie zu spielen.

Zu verdanken sind diese offensichtlich bahnbrechenden Erkenntnisse einer Gruppe Magdeburger Neurobiologen um Dr. Michael Kreutz vom Leibniz-Institut für Neurobiologie.

Weitere Infos erhalten Sie durch die: IFN-Magdeburg

Quelle: idw - Press Pressemitteilung, Institut für Neurobiologie, Dr. Constanze Seidenbecher

 
© H.G.Thiele